In der Bundesrepublik ist sie bereits seit den siebziger Jahren gebräuchlich, und so haben die meisten Menschen die Nummer verinnerlicht.
Doch es war ein langer Weg zum einheitlichen Notruf; er verlief parallel zur Entwicklung des Rettungsdienstes insgesamt. Das Rote Kreuz in Deutschland war von Beginn an ein wichtiger Träger und Motor dieser Entwicklung. Seit 1991 gilt die Notrufnummer 112 gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten rund um die Uhr und ist für den Anrufenden kostenlos - sowohl von Festnetzanschlüssen als auch von Mobiltelefonen.
So setzt man einen Notruf richtig ab
Damit die Rettungskräfte schnell und effektiv helfen können, sollten Anruferinnen und Anrufer beim Notruf fünf wichtige Fragen beantworten können. Die so genannten fünf W-Fragen sind enorm wichtig für den Rettungseinsatz, bekräftige das Rote Kreuz. Die Frage nach dem Notfallort ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Angaben sollten so exakt wie möglich sein und den Unfallort bestmöglich mit Ort, Straße, Hausnummer, Fabrikgebäude, Zufahrtswege, Stockwerk usw. beschreiben. Selbst bei Verbindungsproblemen oder Störungen ist die zuständige Leitstelle nun in der Lage, auf den Notfall zu reagieren. Alle weiteren relevanten Informationen und die restlichen Antworten zum Anrufer selbst, zu möglichen Verletzten und Art der Verletzungen werden vom geschulten Personal gezielt abgefragt.
Das DRK ruft dazu auf, die 112 noch bekannter zu machen – ob in Schulen, Unternehmen oder sozialen Netzwerken. Jede und jeder kann dazu beitragen, dass in einem Notfall wertvolle Sekunden gespart werden.